2019, ein Jahr des Abschliessens und der Freigabe

@Eveline Rufer

Blog Inspirationen 2019 @Eveline Rufer
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Man kann über Astrologie denken, was man mag. Ich finde es jedoch immer wieder spannend anhand der mundanen Planeten einen Einblick auf den kollektiven Zeitgeist zu erhaschen. Damit kannst du das Zeitgeschehen besser einordnen und deine Beweggründe und die der anderen besser verstehen.

Entwicklungen kommen zu einem Ende

Dieses Jahr gehen gleich drei grosse Zyklen ihrem Ende entgegen. Das bedeutet, du kannst 2019 dazu nutzen, um einiges, was dich die letzten Jahre beschäftigt hat, zu einem wirklichen Abschluss zu bringen. Mach dich mit diesem Abschliessen startklar für das, was noch kommen wird!

Beenden, verabschieden, loslassen oder freigeben, wie ich es lieber nenne, bringt natürlich auch jene Themen auf den Plan, an denen du festhältst. Das können Ideen, Menschen, Dinge, Lebenskonzepte, Gedanken, Glaubenssätze und Gefühle sein. So mag dieses Jahr auch eines werden, das Licht in jene deiner Lebensbereiche wirft, in denen du festhältst.

Etwas beenden, Abschied nehmen und sich aus etwas freizugeben, ist nicht immer einfach. Es tut weh, es stimmt dich wehmütig. Schliesslich geben wir nicht nur Dinge auf, die wir nicht mögen. Das Leben selbst fordert uns auch heraus auch jene Dinge freizugeben, die wir liebten,  an die wir glaubten und die uns Sicherheit gaben.

Nicht immer sind unsere menschlichen Wünsche im Einklang mit unseren Seelenwünschen. Vielleicht fragst du dich, weshalb ein sehnlichster Wunsch von dir bis jetzt nicht in Erfüllung gegangen ist? Vielleicht, weil dein Seelensein dir noch etwas anderes für dich bereithält? Unsere Seelenwünsche sind leise. Sie werden meistens von unseren lauten menschlichen Wünschen übertönt. Das geht so lange, bis dich ein Ereignis, eine Erfahrung stoppt und du gezwungen bist, innezuhalten. Oft beginnt der Mensch erst in Krisenzeiten wieder seiner Seelenstimme zu lauschen. Nun, das wäre die beste Option. Zu Beginn neigt der Mensch erstmal dazu, sich in seinem Elend und Selbstmitleid zu suhlen.

Etwas beenden, verabschieden und freigeben ist für das menschliche Selbst nicht einfach. Aus so vielen Gründen halten wir an etwas fest, an unseren Glaubenssätzen, an unseren Vorstellungen, an einem Job, an einem Partner usw. Einiges ist uns bewusst, anderes wiederum nicht. Ende, Abschied, Loslassen wird oft mit Verlust gleichgestellt.

Viele Menschen bleiben im Verlustmodus hängen. Sie trauern, sie sind wütend und werden depressiv. Nicht, dass das nicht in Ordnung wäre, aber irgendwann kommt der Punkt weiterzugehen. Es gilt dann den Fokus auszudehnen und sich bewusst zu machen, das jeder Abschied auch ein Aufbruch zu etwas Neuem bedeuten kann. 

Sehnsucht nach Freiheit und Erweiterung

Jupiter ist dieses Jahr in seinem Heimatzeichen, dem Schützen. Das bringt eine grosse Sehnsucht nach Freiheit mit sich. Man will sich weiterentwickeln, ausdehnen und expandieren. In meinen Beratungen treffe ich immer mehr auf Menschen, die den Sinn des Lebens hinterfragen und sich mit den Beschränkungen ihres Daseins nicht mehr zufriedengeben. Es ist der Ruf ihres Seelenselbst, das ihrem menschlichen Selbst zuflüstert „Hey, da gibt es noch mehr im Leben, was es zu entdecken gibt“. Bist du bereit für ein neues Abenteuer?

Was sind deine Träume, deine Hoffnungen und deine Sehnsüchte? Was ist wirklich deine Passion? Was gibt deinem Leben wirklich Sinn? Das sind die Fragen, die dir der Schütze-Jupiter dir 2019 stellt. Unter seinem Einfluss kannst du wirklich über Limitierungen, Grenzen gehen und neues entdecken.

Konzentration auf das Wesentliche

Saturn, ebenfalls in seinem Heimatzeichen, dem Steinbock lenkt deinen Fokus auf das Wesentliche in deinem Leben. So oft umgeben wir uns mit allerlei Ablenkungen, tragen Lasten auf unseren Schultern, die wir eigentlich nicht tragen müssten. Der Steinbock-Saturn ruft zu Eigenverantwortung auf. Er kann dir aufzeigen, was dir wirklich wichtig ist in deinem Leben und dir helfen klare Grenzen zu ziehen und auch einmal nein zu sagen.

Der Steinbock-Saturn fragt dich: Was ist dir wirklich wichtig? Was ist das Wesentliche in deinem Leben, das du leben willst? Er wird dich beim Aussortieren und ausmisten mit seiner bedächtigen Art zur Seite stehen. Er wird dich immer wieder daran erinnern, dass du Zeit für dich alleine benötigst, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu erkennen.

Ausgleich zwischen Geben und Nehmen

Ab Mitte Februar wechselt Chiron definitiv ins Zeichen Widder. Er war 2018 über den Sommer für eine erste Kostprobe schon in diesem Zeichen. Chiron ist der Heiler und der Brückenbauer unter den Planeten. Er weist auf Dinge hin, die ins Ungleichgewicht geraten sind und einer neuen Balance bedürfen. Der Widder-Chiron wird sein Licht auf jene Dinge werfen, die in Bezug auf Leistung, Wut, eigene Durchsetzungskraft nicht im Gleichgewicht sind.

Wir sind eine Gesellschaft, die sehr grossen Wert auf Leistung gibt. Wir müssen immer noch mehr Leistungen erbringen, um auf der Erfolgsleiter noch höher zu steigen. Der Druck ist hier sehr hoch. Viel Menschliches bleibt deshalb auf der Strecke und viele ticken -direkt gesagt- aus, weil sie diesem Leistungsstress nicht mehr nachkommen können und reagieren u. a. mit Wut, Ärger und Frust.

Der Widder-Chiron wird uns mit den hohen Leistungserwartungen konfrontieren. Mit dem Widder-Chiron könnte die Frage auftauchen, was ist machbar für dich? Wie tickst du in dem Leistungssystem und entspricht es dir? Oder gehst du immer wieder über deine persönlichen Grenzen, um ja nicht aus der Rolle zu fallen? Wenn ja, dann ist es Zeit für eine Korrektur. Letztlich dient es niemanden, wenn du ausgepowert bist.

Die Unterstützung des Widder-Chirons liegt darin, deinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Das braucht natürlich Mut, denn es könnte durchaus etwas Pionierhaftes haben und dich dazu animieren, Dinge zu tun, die nicht unbedingt gesellschaftlich abgesegnet sind. Der Widder-Chiron wird einiges an Pionierhaften mit sich bringen, sei es persönlich oder z. B. auch auf wissenschaftlicher Ebene.

Damit das jedoch auch gelingt, fordert der Widder-Chiron etwas von uns: Das Annehmen von unseren wunden Punkten, die damit verbunden sind. Das bedeutet nicht, dich als Opfer zu fühlen oder dich in Minderwertigkeitsgefühlen zu suhlen. Es bedeutet das Annehmen von deinem Anderssein und den Mut dazu zu stehen. Das Annehmen deiner Eigenart, man könnte auch sagen Selbstliebe, leitet den Heilungsprozess ein.

Folgende Fragen können dich mit dem Widder-Chiron stellt beschäftigen: Was ist dein wunder Punkt, wenn es um Durchsetzung geht? Oder vor was schreckst du zurück, deinen eigenen Weg zu gehen? Wie gehst du mit deiner Wut, deinem Ärger und deinem Frust um? Ist Wut nicht immer auch ein Ausdruck von zurückgehaltener Energie? Was hältst du zurück, vielleicht weil du Angst davor hast, nicht mehr dazuzugehören?

Wertewandel

Uranus wird in der ersten Märzwoche ins Zeichen Stier wechseln. Auch Uranus machte im Sommer 2018  einen ersten Ausflug in diesem Zeichen, um dann nochmals für drei Monate ins Zeichen Widder zurückzukehren.

Der Widder-Uranus (bis 5. März) ist ein Revoluzzer. Er sorgt für neue Ideen und Vorgehensweisen, aber auch für viel Ungeduld und Freiheitsdrang. Uranus weilt seit Sommer 2010 im Zeichen Widder.  Du kannst dich fragen, welche Veränderungen seit 9 Jahren in deinem Leben stattfanden. Aus was bist du ausgebrochen, weil du es nicht mehr aushieltest? Der Widder-Uranus läutet(e) eine neue Ära ein. Was willst du neu beginnen?

Auch im Zeichen Stier ist Uranus ein Revoluzzer. Hier wird er jedoch sein Licht mehr auf Werte richten. Beziehungswerte, materielle Werte, Selbstwerte. Er wird jedoch auch seinen Einfluss auf die Natur selbst haben. Wie gehen wir mit der Natur um?

Chaos – Auflösung von Strukturen 

Seit 2011 wandert Neptun durch sein Heimatzeichen, den Fischen. Hier wird er bis anfangs 2026 sein. Neptun ist der Unfassbarste und Subtilste unter den Planeten. Er löst Grenzen und Strukturen auf. Das menschliche Selbst verbindet Grenzen und Strukturen meistens mit Sicherheit. Kennst du das Gefühl den Boden unter den Füssen zu verlieren? Mit dem Fische-Neptun können wir das momentane Zeitgeschehen chaotisch und bedrohend erleben. Wie gesagt Grenzen und Strukturen lösen sich auf. Aber was das menschliche Selbst als Chaos empfindet, ist letztendlich die Chance zu einer Neuformatierung oder wie Salvador Dali einmal so schön sagte:

«Man muss systematisch Verwirrung stiften – das setzt Kraft frei. Alles, was widersprüchlich ist, schafft Leben!»

Neptuns Absicht ist wohl die, uns zu sensibilisieren, dass es noch andere Dimensionen gibt, als das, was wir Realität nennen. Das menschliche Selbst ist fokussiert auf die Realität. Deshalb ist es auch eine grosse Herausforderung, wenn diese infrage gestellt wird, bzw. wenn wir plötzlich mit Dimensionen in Kontakt kommen, die der Verstand nicht fassen kann, z .B. der Dimension unserer Seele.

Der Fische-Neptun macht uns sensibler, feinfühliger und empathischer. Das löst zwischendurch auch ein Gefühl aus, von all den Dingen, die wir hinter dem Fassbaren beginnen wahrzunehmen, überwältigt zu sein. Oder wir greifen vermehrt zu Drogen, um der harschen Realität zu entfliehen.

Wir leben in einer sehr, sehr aussergewöhnlichen Epoche. Ja und du wolltest unbedingt jetzt hier auf der Erde sein, um das mitzuerleben. Eine der grössten Veränderung, die jedem Menschen jetzt zugänglich ist, ist über das menschliche Sein, die menschliche Realität hinauszuwachsen und noch viele, viele weitere Aspekte deines Seins zu entdecken. Du bist nicht nur Mensch, du bist auch Seelenwesen. Das menschliche Selbst und das freie Seelenselbst wollen zusammenkommen. Ich persönliche finde, das ist das grösste Geschenk, das wir unter dem Einfluss des Fische-Neptuns entdecken können.

Strukturwandel

Pluto, der seit 2008 im Zeichen Steinbock steht, sorgt ebenfalls für einen Strukturwandel. Allerdings tut er das ganz anders als Uranus. Uranus bricht aus, Pluto transformiert. Pluto beleuchtet das Vergessene, Verdrängte und Verborgene. Er geht den Dingen auf den Grund. Er zerschlägt Masken, um uns an das Essenzielle heranzuführen, um uns authentisch zu machen. Das bedeutet jedoch auch, dass er uns mit Dingen konfrontiert, die wir nicht freiwillig ansehen wollen und die mit Ängsten verbunden sind. Letztendlich geht es jedoch um die Transformation dieser Ängste. Stellt man sich ihnen bewusst, kann dies eine Integration der gewandelten Ängste mit sich bringen, sozusagen eine Neugeburt.

Da das menschliche Selbst die Neigung hat seine Ängste unter Verschluss zu halten, kann anstatt der Transformation jedoch auch ein Zwang zur Kontrolle und zum Festhalten führen.

Pluto im Steinbock durchleuchtet Strukturen, Autoritäten, Führungs-, Macht- und Hierarchiesysteme und aktiviert diesbezüglich auch einige Ängste und Abwehrhaltungen. Anstatt den Wandel zuzulassen, neigen wir dann dazu noch mehr zu kontrollieren.

Der Steinbock-Pluto wird uns noch bis 2024 begleiten und hier noch einiges in unseren gesellschaftlichen Machtstrukturen ändern und auch einige missliche Machenschaften aufdecken. Auf persönlicher Ebene bist du ebenso gefordert deine persönlichen Machtthemen und dein Kontrollverhalten anzuschauen. Macht und Kontrolle haben immer auch mit Mangel an Vertrauen zu tun und geht mit einem Gefühl des «zu kurz gekommen seins» einher.

Ich wünsche dir ein wundervolles 2019!
Eveline


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1 reply
  1. maartina
    maartina says:

    liebe eveline
    so klar und stimmig formuliert, dein jahresbericht… es fühlt sich mür mich auch so an und ich „lese“ dich immer wieder gerne. herzlich martina

    Antworten

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